Sonisphere Festival – Die Allmend hat gerockt!

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Am letzten Freitag und Samstag fand zum ersten Mal das Sonisphere Festival in der Allmend in Luzern statt. Natürlich war ich mit dabei, denn wie oft hat man schon eines seiner Lieblingsfestivals mit Bands wie Iron Maiden, Slayer, Gojira, Anthrax und vielen mehr direkt vor der Haustüre?

03.06.2016: Abgesehen davon, dass das Wetter am Freitag überhaupt nicht mitspielte, war der erste Tag ein voller Erfolg. Der Einlass verlief reibungslos und auch der Einsatzplan wurde minutengenau eingehalten. Wild Lies und The Raven Age legten beide einen soliden Auftritt hin, jedoch war das Publikum noch nicht so ganz aufgetaut.. Bei uns Schweizer braucht das irgendwie immer etwas länger bis man richtig aus sich raus kommt. Das erlebe ich im Ausland jeweils ganz anders. Naja, ich selber bin da eher etwas anders, gebe meistens schon von Anfang an Vollgas und versuche, die anderen Leute mitzureissen.

Danach kam eines meiner persönlichen Highlights: Gojira. Ich bin schon seit langem ein Fan der französischen Death-Metal Band. Hatte jedoch bis jetzt noch nie die Möglichkeit, sie live mitzuerleben. Ihr Auftritt hat mich total mitgerissen, zudem spielten sie noch einen Song von ihrem neuen Album “Magma”, dass am 17. Juni rauskommen soll. Diese Scheibe muss ich mir unbedingt besorgen.

Der Auftritt von Tremonti ging leider etwas an mir vorbei, da wir während diesem Konzert kurz trockenen Unterschlupf aufgesucht und uns Nahrung besorgt haben.

Danach war Sabaton an der Reihe. Und ich muss ganz ehrlich sein, ich war dieser Band vorher immer eher etwas skeptisch gegenüber. Ihre Musik hat mich einfach nie richtig gepackt und irgendwie fand ich sie immer doof. Ich glaube, Sabaton ist sowieso eine dieser Bands, die man entweder liebt oder hasst. Ihr Live-Auftritt hat mich jedoch vom Gegenteil überzeugt. Es hat echt total gerockt und ich habe die Musik richtig gefühlt. Vielleicht kauf ich mir von den Jungs doch noch die eine oder andere Scheibe. Ich finde, dass ist auch immer etwas tolles an Festivals, dass man zum einen neue Bands kennen lernen kann oder eben sich in altbekannte verliebt. Denn einfach so wäre ich sonst sicherlich nicht an ein Sabaton Konzert gegangen.

Iron Maiden war der Headliner am Freitag. Für mich war es bereits das 4. Mal, dass ich die Heavy Metal Band live erleben durfte. Wie immer lieferten sie einen absolut einwandfreien Auftritt hin. An dieser Stelle noch ein grosses Kompliment an die Veranstalter, denn wir und viele andere wurden gratis in den Golden Circle gelassen, da dieser nicht ausverkauft war. Eine wirklich coole Idee. Denn sowohl für die Band als auch für die Fans ist es cooler, wenn es in den vordersten Reihen so richtig abgeht. Ich finde es jedes Mal auch wieder erstaunlich zu sehen, wie fit und enthusiastisch die Musiker allesamt immer noch sind. Bruce Dickinson (der Sänger) hat auch noch lustige Anekdoten zum Schweizer Recht bezüglich der Lautstärkenregulierung un dem neuen Gotthard Tunnel gemacht. Und ganz typischerweise endete das Konzert mit dem Monty Python Song “Always look on the bright side of live”. Es war definitiv ein gelungener und unvergesslicher Tag, trotz des andauernden Regens.

 

Hier einige Impressionen vom Freitag:

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04.06.2016: Der Samstag war dann etwas weniger nass, dafür umso schlammiger (vor allem für mich). An diesem Tag öffnete das Festivalgelände bereits um 13:00 Uhr seine Tore und es spielten mehr Bands als am Vortag.

Die ersten beiden Bands, tuXedoo und Shakra, habe ich hier leider verpasst, da ich noch nach Hause gehen musste um meine Gummistiefel zu holen und der Verkehr etwas überlastet war. Ups.. :-D

Pünktlich erreichte ich dann aber das Festivalgelände noch, um The Shrine mitzuerleben. Dass ich die US-amerikaniche Stoner-Band mal live sehen will, war mir spätestens klar, nachdem ich das Video zu ihrem Song Tripping Corps gesehen habe.

Auch auf Polwerwolf freute ich mich sehr, denn auch die Deutsche Power-Metal Band habe ich noch nie live miterlebt. Und die epische Musik mit den Orgelklängen und den spirituellen Texten kam auch beim Publikum super an.

Danach war Anthrax an der Reihe. Für mich als Thrash-Metall Liebhaber ein absolutes Highlight. Sie spielten ihre Klassiker sowie auch ein paar Lieder aus ihrem neuen Album “For all Kings”, dass ich mir auch gleich noch besorgt habe.

Apocalyptica, eine Schwedische Cello-Rock Band, war am Samstag auch mit von der Partie. Die Musiker coverten unter anderem Lieder von Metallica und Sepultura auf dem Violoncello. Ich war von der Umsetzung total hin und weg, denn auch hier war es für mich eine Premiere die Band live zu sehen.

Und dann kam Slayer! Eine meiner Lieblingsbands und live immer wieder sehenswert. Und an ihrer Setlist gab es absolut gar nichts auszusetzen: von War Ensemble, Dead Skin Mask, Angel of Death über South of Heaven und Season in the Abyss waren alle Meistertitel vertreten. Auch vom neuen Album gaben sie einige Songs zum besten. Von mir aus hätten sie ruhig noch eine weiter Stunde spielen können. :-)

Abschluss des Festivals bietete die Deutsche Band Rammstein. Eine der mächtigsten Live-Shows die ich je gesehen habe. Aber da ich die Band bereits am Download Festival im Donington Park vor einigen Jahren miterleben durfte, wusste ich schon was mich in etwa erwartet. Über zu wenig Feuerwerkskörper konnte man sich jedenfalls nicht beschweren, denn die Show eröffnete gleich mit dem Song Ramm 4 und einem riesigen Knall, welcher sich in eine am Himmel haftende pinkfarbene Wolke verwandelte. Und ganz nach diesem Schema ging es auch bis zum Abschlusslied Engel weiter. Hier übrigens noch ein cooles Video aus Luzern, dass ich auf YouTube gefunden habe. Allgemein waren sehr viele Rammstein Fans vertreten. So zählte das Festival am Samstag mit rund 50’000 Besucher mehr also doppelt so viele wie am Vorabend bei Maiden.

Alles in allem war das Sonisphere Festival in Luzern für mich ein grosser Erfolg. Auch mit der ganzen Organisation war ich super zufrieden. Denn im Gegensatz zu dem, was man zum Teil von anderen zu hören bekam, verlief bei mir der Einlass immer einwandfrei. Auch habe ich während des gesamten Festivals nie von irgendwelchen Pöbeleien oder ähnlichem mitbekommen. Ich hoffe ganz fest, dass es auch im nächsten Jahr wieder ein Allmend Rockt gibt! Doch ich denke, die Chancen dazu stehen ganz gut.

 

Hier noch einige Impressionen zum Samstag:

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Vielen lieben Dank an die DEAG für die Möglichkeit, über das Festival zu berichten!

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